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Die letzte Sitzung der Mediationsgruppe fand am 09.02.05 im Leinsweiler Hof statt.

 

Mediation – eine innovative Methode, Konflikte zu lösen
 

Mediationen werden in verschiedenen Bereichen angewendet: Familienmediationen bspw. zur Regelung von Scheidungsfragen, Wirtschaftsmediationen und Mediationen bei Planungsvorhaben, wie der Planung zur B 10.

Die Methode der Mediation (mediation: auf deutsch vermitteln) ist eine Vermittlung zwischen unterschiedlichen Meinungen, Interessen und Positionen. Im allgemeinen werden Planungen von Menschen oder Organisationen unterschiedlich beurteilt.

Je nachdem wo sie ihre eigenen Schwerpunkte legen – im ökologischen, im wirtschaftlichen, im politischen oder planerischen Bereich. Diese Unterschiede bergen das Potenzial für Kontroversen und Konflikte, die je nach Intensität zu einem öffentlichen Konflikt werden können.

In einer Mediation werden, und das ist eine Besonderheit, alle Interessenlagen einbezogen. Praktisch heißt das, dass alle konfliktären Themenfelder durch Vertreter der Mediationsgruppe repräsentiert sind und damit in einem offenen und transparenten Austausch zur Sprache kommen.
Der Mediationsprozess wird dabei von Mediatoren gestaltet und geleitet. Mediatoren sind zur unbedingten Neutralität verpflichtet. Sie strukturieren und systematisieren die Inhalte, moderieren die Mediationsforen, sorgen für Fairness und Transparenz und unterstützen die Beteiligten dabei, mögliche Konsense zu einzelnen Aspekten, wie bspw. die Bewertung einer erwarteten zukünftigen Entwicklung zu klären und sich zu einigen. Nicht der Mediator legt die Ergebnisse fest, sondern die Mitglieder der Mediation. Konsensorientierte Vermittlung bedeutet dabei nicht, einen Konsens um jeden Preis zu erhalten. Verbleibende Dissense werden allerdings begründet. Damit können Kontroversen differenziert betrachtet und versachlicht werden. Man geht den Konflikten sozusagen auf ihren sachlichen Grund.


Das spannende an einer Mediation ist, dass an einem „runden Tisch“ die Beteiligten alle Sichtweisen äußern. Diese Mehrperspektivensicht ermöglicht es, alle Argumente zu einem einzelnen Aspekt, wie bspw. die Wirkungen einer Planung auf Naturschutzräume, zu durchleuchten und miteinander abzuwägen. Über das Verstehen anderer Ansichten wird oftmals Verständnis erzeugt. Zum Teil werden auch Missverständnisse ausgeräumt oder fehlende Informationen ergänzt, die zur Klärung von Konflikten führen können.
Die Teilnahme an einer Mediation ist freiwillig. Ob es zur Lösung von strittigen Fragen kommt, obliegt den Beteiligten. Es gibt keine Abstimmungen, dass heißt keine Mehrheitsentscheidungen. Damit braucht niemand befürchten, zu unterliegen.


Ein Konsens ist dann gegeben, wenn alle mit einem Ergebnis einverstanden sind. Nach Klärung der relevanten Einzelthemen kann dann am Ende des Prozesses ein Gesamtergebnis formuliert werden. Der prozessuale Charakter ist ein wesentliches Merkmal einer Mediation. Es geht dabei um eine differenzierte Behandlung aller Aspekte, nicht nur um das Grundsätzliche ja oder nein. Diese grundsätzliche Entscheidung schält sich im Laufe der Zeit heraus, auch wenn am Anfang von vielen schon die Antwort auf diese Frage erwartet wird.

Geduld ist hier gefragt, es bietet sich jedoch die Perspektive auf eine Lösung an, die von den Beteiligten gemeinsam getragen wird.

     
     
 

 

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